Kammerchor „stuttgart vokal“

 

 

In Kooperation mit dem Stuttgarter Liederkranz 1824 e. V. wurde im Februar 2017 der neue Kammerchor „stuttgart vokal“ gegründet.

 

Die rund 30 Sängerinnen und Sänger proben donnerstags, 19.30-21.30 Uhr, im Schubertsaal der Liederhalle Stuttgart. 

 

 

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Chorleiter: Andreas Großberger

 

Engelsklänge - „A Ceremony of Carols“

stuttgart vokal und Berenike Birth im Osten und in Untertürkheim

 

Mit „A Ceremony of Carols“ überschrieb der Anfang des Jahres gegründete Kammerchor stuttgart vokal unter seinem Leiter Andreas Großberger sein zweites Konzertprogramm, das einen musikalischen Überblick über die Advents- und Weihnachtszeit gab – und dies auch abseits des „üblichen“ jahreszeitlichen Repertoires.

Der erste Teil des Konzerts widmete sich mit A-capella-Werken der Romantik der adventlichen Vorfreude auf die Menschwerdung Gottes. Im zweiten Teil kam zunehmend das Weihnachtsgeschehen in den Blick: Die Harfenistin Berenike Birth interpretierte mit ihrem „typischen“ Engelsinstrument Gabriel Faurés „Impromptu“. Mit der „Hymn to the Virgin“ und dem namensgebenden Hauptstück des Programms „A Ceremony of Carols“ des englischen Komponisten Benjamin Britten nahmen Birth und stuttgart vokal sich zweier musikalischer Kostbarkeiten an. Hier wird die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf Maria, Jesu Mutter, gelenkt. Brittens „Ceremony“ mit Texten im Englisch des Spätmittelalters entstand unter abenteuerlichen Umständen 1942 mitten im U-Boot-Krieg auf dem Atlantik und ist einer der ergreifendsten Weihnachtsliederzyklen, die je komponiert wurden. Das Werk erklang in der von Julius Harrison bearbeiteten Fassung für gemischten Chor.

Die Konzerte fanden am 2. Dezember um 19.00 Uhr in der Petruskirche (Stuttgart-Ost) und am 3. Dezember um 19.00 Uhr in St. Johannes (S-Untertürkheim) statt..

                                                                             Texte: Maria Glodny          

 

Der Kammerchor „stuttgart vokal“ gab am 23. Juli 2017 um 19 Uhr sein Debüt der Kirche St. Elisabeth am Bismarckplatz im Stuttgarter Westen. Zu Gehör gebracht wurden Motetten aus Johann Hermann Scheins „Israelsbrünnlein“.

 

 

Zur Bildergalerie vom Konzert (Fotos: Gerd Tollnek)

 

 

Zum Werk:

Johann Hermann Scheins  Israelsbrünnlein, erschienen 1623, ist die wohl wichtigste Motettensammlung  der deutschen Musik des 17. Jahrhunderts.

Die Bezeichnung „Israelsbrünnlein“ ergibt sich aus dem Verständnis biblischer Textquellen - wie Psalmen, Mose-Bücher, Hohelied - als nie versiegendes „Brünnlein“. Die Sammlung enthält 26 fünf- bis sechsstimmige Vertonungen mehrheitlich alttestamentarischer Texte im Stile des italienischen Madrigalgesangs. Diese weltlichen Gesänge waren in Italien zur Zeit der Renaissance außerordentlich beliebt, denn die Madrigalform ließ viel Kreativität zu.

Dem Leipziger Thomaskantor Schein (der selbst nie in Italien gewesen ist)  gelang es meisterhaft, den emotionalen Ausdruck des italienischen Stils mit der Tradition der mehrstimmigen geistlichen Motette zu verbinden: Die Kompositionen sind einerseits hochkomplex, andererseits von atemberaubender Durchsichtigkeit. Die bildmächtige Sprache Luthers wird musikalisch veranschaulicht mit den aus dem Süden „importierten“ Stilmitteln. Bewegungsabläufe wie z.B. das Davonfliegen in „Unser Leben währet siebnzig Jahr“ oder Bilder wie jenes von den verirrten Schafen in „O, Herr Jesu Christe“ werden musikalisch auf faszinierende Weise zum Ausdruck gebracht.

Stuttgart vokal debütierte unter der Leitung von Andreas Großberger mit einer Auswahl der Motetten Scheins.

 

 

                                                                                 Texte: Maria Glodny         

 

Stuttgarter Liederkranz


 

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